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staub

00:04:30, spätromatisch ()

"Staub" kann durchaus als Vorspiel zu "Meeresstille" angesehen werden, allerdings muß man das nicht, schließlich "erzählt" es einen eigenen Prozess von zwei zueinander diametral entgegengesetzten Emotionspolen, wobei, wie so oft bei mir üblich, natürlich die Melancholie am Ende "siegt", hier in Form eines extrem, grauen Clusters. Überhaupt war mir beim Komponieren die Farbe der Klänge enorm wichtig: Es sind Farben gewesen der Umgebung - klirrende Kälte bei Sonnenschein und ordentlich Schnee. Nichtsdestotrotz wurde ein Teil des Textes ein halbes Jahr vorher im nahen Sommer geschrieben, nach dem Anblick meines mit Staub bedeckten Klavieres, der andere Teil irgendwann vom werten Herrn Goethe (vgl. "Glückliche Fahrt").

Uraufführung "Staubs" war beim Generalprobenkonzert der "Primaner" im September, im Oktober folgte eine Aufführung in Busan, Südkorea, bei der Chorolympiade 2002.


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